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Was steckt hinter alkoholfreien Spirituosen? alkoholfreie Verkostungen – Teil 2 mit Jörg Geiger und Wolfram Ortner | IWS.tv

Was steckt hinter alkoholfreien Spirituosen?

Alkoholfreie Verkostungen – Teil 2 mit Jörg Geiger und Wolfram Ortner | IWS.tv

Willkommen zum zweiten Teil unserer Reise in die faszinierende Welt der alkoholfreien Spirituosen und Destillate auf IWS.tv. Gemeinsam mit Jörg Geiger, einem der Pioniere hochwertiger alkoholfreier Getränkekonzepte, geht Wolfram Ortner der Frage nach: Was braucht ein alkoholfreies Produkt, um sensorisch wirklich zu überzeugen?

Dabei wird schnell klar: Es geht nicht darum, Alkohol einfach wegzulassen. Gute alkoholfreie Getränke brauchen eine eigene Idee, hochwertige Rohstoffe, komplexe Rezepturen und viel sensorisches Know-how.

Alkoholisch versus alkoholfrei

Wie verändert sich ein Getränk, wenn Alkohol als wichtiger Aromaträger fehlt? Jörg Geiger zeigt dies unter anderem am Beispiel von Kümmel und erklärt die Unterschiede zwischen alkoholischen und alkoholfreien Varianten.

Apfelbrand, Kräuter und Botanicals verdeutlichen, wie unterschiedlich sich Aromen extrahieren und wahrnehmen lassen. Gerade bei alkoholfreien Produkten wird die Qualität der eingesetzten Rohstoffe besonders wichtig.

Hydrolate: Aromen durch Destillation

Eine zentrale Rolle spielen Hydrolate. Diese aromatischen Pflanzenwässer entstehen durch Destillation und ermöglichen es, charakteristische Aromen von Kräutern, Gewürzen, Früchten und anderen pflanzlichen Rohstoffen ohne Alkohol einzufangen.

Die Herstellung verlangt Präzision. Es geht darum, feine Aromen zu gewinnen und anschließend zu einem komplexen Gesamtbild zusammenzuführen. Der handwerkliche Ansatz unterscheidet sich dabei deutlich von einer einfachen industriellen Aromatisierung.

Bis zu 70 Komponenten für ein Getränk

Wie komplex alkoholfreie Rezepturen sein können, zeigt eine beeindruckende Zahl: Bis zu 70 fein abgestimmte Komponenten können in einem Getränk zusammenspielen.

Schärfe, Süße, Bitterkeit, Säure, Kräuter- und Fruchtnoten müssen so kombiniert werden, dass Struktur, Balance und Länge entstehen. Genau darin liegt eine der großen Herausforderungen, wenn Alkohol als strukturgebendes Element fehlt.

Nicht Ersatz, sondern eine eigene Getränkewelt

Eine der wichtigsten Aussagen des Gesprächs: Alkoholfreie Spirituosen sollten nicht nur versuchen, alkoholische Originale zu kopieren.

Viel spannender ist es, eine eigenständige sensorische Welt zu entwickeln. Kombinationen wie Gurke und Stachelbeere, ergänzt durch fein abgestimmte botanische Komponenten, zeigen, welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Alkoholfrei wird damit nicht zum Verzicht, sondern zu einer eigenständigen Form des Genusses.

Von Fine Dining bis Cocktail

Auch in der Gastronomie eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Ob als Begleitung zu Kaviar, als anspruchsvoller Aperitif, als Food Pairing oder als Basis für innovative Cocktails – hochwertige alkoholfreie Getränke können heute Aufgaben übernehmen, die früher fast ausschließlich Wein und Spirituosen vorbehalten waren.

Gerade die Spitzengastronomie wird damit zu einem wichtigen Impulsgeber für eine neue Generation alkoholfreier Getränke.

Nachhaltigkeit trifft Innovation

Für Jörg Geiger gehören Innovation und Nachhaltigkeit zusammen. Regionale Zutaten, ein bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen und handwerkliche Verarbeitung bilden die Grundlage für Getränke, bei denen nicht der fehlende Alkohol, sondern Geschmack und Qualität im Mittelpunkt stehen.

Fazit: Alkoholfrei muss neu gedacht werden

Teil 2 der alkoholfreien Verkostungen auf IWS.tv macht deutlich, wie viel Know-how hinter hochwertigen alkoholfreien Getränken steckt.

Hydrolate, komplexe Rezepturen, hochwertige Rohstoffe und sensorische Balance sind die Werkzeuge einer Getränkekategorie, die zunehmend ihren eigenen Weg geht.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr: Wie ersetzen wir den Alkohol?

Sondern: Wie schaffen wir ohne Alkohol ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis?

0.0 – The Modern Art of Taste.